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inszeniert und gespielt von Raimund Oskar

„S lezde Nochdmoe“

Auf d Nochd dawäu ea, da Jesus, mid seine Schbäze gwikld und biaschdld hod, hod a xogd: „Fraunk, des muas i eich schoo song: Ana fo eich wiad me fanaadan, ana, dea wos grod doda mid mia eischneidt.“

Die Bibel im ärgsten „Mundl-Deutsch“ am 27.Mai 2010 um 20.30 Uhr im Stephansdom zusehen. In den 70iger Jahren als Teuschls Übersetzung der Bibel in den Wiener Dialekt erschienen ist, wäre es undenkbar gewesen eine Darstellung bzw. eine Lesung daraus in einem Gotteshaus darzubieten. Die klerikale Welt wäre Kopf gestanden.

Der Wiener Schauspieler Raimund Oskar nimmt das Thema heute neu auf und setzt Teuschls wienerische Übersetzung des Neuen Testaments ins richtige Licht. Diese szenarische Lesung in der Hauptrolle von Raimund Oskar in der Begleitung von Lana Francis wird dem Publikum so nahe gehen, dass dieses ergriffen und begeistert die Vorstellung verlassen wird. Es wird ein Streifzug durch das Leben Jesu Christi gezeigt, Höhepunkt wird die erschütternde Darstellung der Passion sein.

Eine Inszenierung, die dem Volk nahe gehen wird – ganz im Sinne von Wolfgang Teuschl. Wie schon Hans Weigel zu dieser aussergewöhnlichen Bibelübersetzung sagte: „Eine faszinierende Begegnung mit dem erhabenen Text, der sich durch Verfremdung neu und unmittelbarer erleben lässt. Sie scheint mir auch theologisch bedeutsam, weil sie die zur Gewohnheit gewordenen biblischen Geschichten aus der Selbstverständlichkeit erlöst und zum Mit- und Nachdenken zwingt.“

Schon einen Tag vor der Langen Nacht der Kirchen: ein kulturelles Hochereignis inmitten von Wien – die Bibel auf wienerisch im Wiener Stephansdom.


Endlich ist es soweit. Im Herzen Wiens, im alten Steffl, erklingt das Wiener Evangelium von Wolfgang Teuschl. Hätte er das noch erleben können! Aber er und alle, die uns den authentischen Weg des Glaubens vorangegangen sind, werden es miterleben. Die Totenstadt unter St. Stephan ist beredtes Zeugnis dafür. Das Pfingsterlebnis bewirkte, dass alle Menschen die Jünger in ihrer Sprache reden hörten. Wie oft wirkt die Sprache der Kirche  abgehoben und so weit vom Alltag der Menschen entfernt. Das echt Wienerische von Wolfgang Teuschl ist auch nicht alltäglich, aber bringt dort und da - fern aller Dogmatik - eine Facette des Evangeliums zur Sprache, die sonst unbemerkt bleibt. Erst in der erdhaft anstößig erfahrenen Zuspitzung bekommt das Evangelium wieder die Kraft der Inkarnation: „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unser uns gewohnt.“ Heute will das Evangelium wieder neu in verständlicher Sprache verkündet werden. Die erstmalige Inszenierung im Dom anlässlich unserer Missionswoche soll dafür ein Exempel statuieren.